|
Chronikabriss:
Am 13.06.1969 gründeten
zehn Sportfreunde die Grundorganisation (GO) Königs Wusterhausen der Sektion
Dienst- und Gebrauchshundewesen.
Nach dreimaligem
Geländewechsel konnte 1972 ein Nutzungsvertrag über ein Stück Brachland
abgeschlossen werden. Ebenso musste ein Dach über dem Kopf her, so kaufte sich
die Gruppe einen ausrangierten Bus. Als dieser von Unbekannten mutwillig zerstört
wurde, plante man eine feste Unterkunft. Einige
Stolpersteine wurden uns in den Weg gelegt bis die erworbene Baubude 1977
aufgestellt werden konnte. Unterstützung fand man in der Aufbauphase beim
Nachbarn Nimtz, der kostenlos Strom und Wasser lieferte.
1978 kamen ein Geräteschuppen
und 18 Hundehütten hinzu. 1981 wurde die Küche angebaut und 1982 folgte der
Terrassenbau und 9 weitere Hundehütten. 1985 überdachten wir die Terrasse,
1988 konnten wir ans Stadtwassernetz angeschlossen werden.
Die Jahre 1989/90
brachten Unsicherheit, denn unser Dachverband löste sich auf. Die Frage welchem
Rassehundverein wir uns anschließen sollten, schließlich gehörten unsere
vierbeinigen Mitglieder zu allen Gebrauchshunderassen, beantworteten wir im März
1990. 30 Mitglieder beschlossen, sich dem Rassezuchtverein Deutsche Boxer
anzuschließen. Somit gründeten wir die erste Boxer-Gruppe nach der Wende im
Bezirk Potsdam in der Landesgruppe Berlin-Brandenburg Ost. 1993 wurden wir ins
Vereinsregister eingetragen und 1994 konnten wir den Kaufvertrag für unser Gelände
unterschreiben. 1997 folgte der Grundbucheintrag.
Aufgrund unseres
Mitgliederzuwachses erweiterten wir unser Klubheim mit neuer Heizung, E-Anlage,
Telefon- und Kabelanschluss. Da uns die Terrasse so sehr fehlte, bauten wir 1998
einfach wieder eine ran, es folgte pünktlich zum 30jährigen Bestehen noch eine
Renovierung des Klubheims und der Küche. Da wir vom Bauen nicht genug bekommen
konnten, errichteten wir in den Folgejahren unseren Sanitärtrakt, erstanden
einen neuen Geräteschuppen, erneuerten unser Dach und erneuerten die Umzäunung
rund um unser Gelände. Derzeit erfolgt eine Umgestaltung des Hundeplatzes, um
im Hundesport immer aktuell zu bleiben. All das konnte und kann selbstredend nur
durch die Unterstützung und Finanzierung der Mitglieder realisiert werden.
Doch nicht dass
ihr denkt, unser Vereinsleben bestand nur aus Bauarbeiten. Auch beim Sport war
man fleißig. Es wurde hart mit den Hunden gearbeitet und der Erfolg spiegelte
sich in SchH- und FH-Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften und
Bezirksjugendmeisterschaften wieder. Außer vielen Prüfungen führten wir
Vergleichswettkämpfe mit der Polizeihundstaffel durch.
Sehr beliebt war
auch das jährliche Boxertreffen des Bezirkes Potsdam.
Nach der Wende
Flaute die Ausbildung ein wenig, denn verschiedene Ansichten und Meinungen über
die Erziehung unserer Vierbeiner mussten unter einen Hut gebracht werden und die
Lust zum intensiven Training wurde bei vielen durch längere Arbeitszeiten gedämpft.
Trotzdem gaben wir nicht auf, es wurde mit dem gearbeitet was man hatte und es
zeichneten sich langsam wieder kleine Erfolge ab. So konnten 1998, 1999 und 2001
wieder zwei Jugendliche an der Deutschen Jugendmeisterschaft teilnehmen. Ebenso
führten wir Gruppenprüfungen, Landesgruppenveranstaltungen,
Mannschaftsvergleichswettkämpfe und Breitensportturniere durch.
Im Zuchtgeschehen
waren unsere Züchter verschiedenster Rassen bis Mitte der 90er sehr aktiv mit
Ausstellungsbesuchen, ZTPs, Körungen, Nachzuchtbeurteilungen und vielen großgezogenen
Würfen. Danach folgten Jahre in denen wir keine Würfe unserer Gruppe vermelden
konnten. Allerdings wurden trotzdem fleißig Ausstellungen besucht und mit dem
Engagement vieler Mitglieder konnten wir acht Zuchtschauen durchführen. In den
letzten Jahren konnten wieder mehrere Würfe abgenommen werden, wovon einige
Hunde in unserer Gruppe blieben, was wieder für frischen Wind im
Nachwuchsbereich sorgte.
Von der Gründung
1969 bis 1977 wurde unser Verein von verschiedenen Sportfreunden geführt. 1977
bis 2004 bekleidete Dietrich Schulze den Posten des 1. Vorsitzenden. 2004 trat
dann seine Frau Renate in seine Fußstapfen, welche uns hoffentlich noch ein
paar Jahre begleiten wird.
|